SANKT PETERSBURG STAATLICHEN MUSEUM
ZARSKOSELSKAJA KOLLEKZIJA

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über das Museum




Liebe Freunde!

Ende der 1980er wurde es klar, dass Leningrad ein Museum für moderne Kunst braucht. Ich wartete auf das Museum, wie alle, voller Ungeduld. Ich besuchte Ausstellungen, die unter Teilnahme der Gallerien veranstaltet wurden, die in der Stadt eine nach der anderen entstanden. In Künstlerwerkstätten traf ich mich mit W. Puschkarjow, der ein Museum in Moskau gründen wollte, und M. Schejnbaum, der Arbeiten für die Manege sammelte. Ich wollte mit niemandem nach Bedeutung und Qualität der ausgewählten Arbeiten rivalisieren, wollte jedoch meine eigene Stimme bei der Auswahl der Werke finden und die Sammlung als eine Welt erschaffen, die meinen Idealen in der Kunst am besten entsprechen würde. Ich lernte das ununterbrochen und tu das immer noch bei meinen Freunden und in erster Linie bei Künstlern der älteren Generation, die uns leider größtenteils schon verlassen haben. Zurückblickend sehe ich, dass das Teuerste beim Sammeln der Werke nicht die Bilder waren, sondern die Menschen, die sie mir gaben.

Jeder Erfolg des Museums und somit mein eigener hängt für mich mit unserem allgemeinen Fortschritt bei der Bewahrung der Kultur in Russland und somit der Zukunft des Landes zusammen.

Die Sammlung von Kunstwerken, die die Tradition repräsentieren, war für mich nicht die Hauptaufgabe. Dennoch war es notwendig, Weichen zu stellen, um besser zu verstehen, was weiter in die Sammlung kommen soll. So kamen Werke der 1920er bis 1940er, der 1950er bis 1980er und dann auch der 1990er Jahre ins Museum. Jetzt wird es klarer, in welche Richtung wir uns beim Sammeln der Bilder weiter bewegen sollen.


Direktor des Staatlichen Museums
«Zarskoselskaja Kollekzija»
A. M. Nekrasow

Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 5000 Gemälde und Grafiken. Das Gesicht der „Sammlung von Zarskoje Selo“ sind in erster Linie Werke der Leningrader Avantgarde-Künstler der 1920er bis 1990er Jahre: W. Sterligow, M. Matjuschin, W. Jermolajewa, L. Judin, K. Roschdestwenski, P. Basmanow und anderer, die durch den Oberbegriff „malerisch-plastischer Realismus“ beschrieben werden können. Es gibt auch Werke der Moskauer Avantgarde-Meister: W. Tschekrygin, B. Ender, D. Mitrochin, T. Mawrina, D. Daran. Ein besonderer Teil der Ausstellung ist dem „Arefjew-Zirkel“ gewidmet, einer der frühesten Künstlervereinigungen in der Geschichte der Leningrader Untergrundkunst. Dazu gehören Werke von A. Arefjew, R. Wassmi, Sch. Schwarz, W. Schagin, W. Gromow.

Das Museum existiert seit dem 8. Februar 1991 und veranstaltet oft Ausstellungen in Russland und im Ausland. In den vergangenen 25 Jahren wurden mehr als 450 Ausstellungen in den Museen und Kulturzentren von Sankt-Petersburg, Murmansk, Tscheboksary, Kostroma sowie in den Partnerstädten von Puschkin: Berlin-Neukölln, Kalamazoo (USA), Liepaja (Lettland), Riga durchgeführt.

Video von «Gemstone production»